24.03.2017, Tag 72, Hankone – Takayama

Nach einem Morgenessen mit viel Auswahl, fuhren wir mit dem „Waldenburgerli“ zurück nach Odawara. Hier hatten wir Anschluss an den direkten Shinkansen nach Nagoya. Wir kamen 20 Minuten vor Abfahrt aufs Perron und bei den Positionen für die Wagen mit den nicht reservierten Sitzen, standen vielleicht je 6 Personen in den pro Türe angezeichneten Wartezonen. Sollen wir schon anstehen, fragten wir uns, nein, denn vorher kommt ja noch ein Shinkansen, die stehen ja sicher für diesen an.
Der Vorgänger kam, niemand in diesen Warteräumen bewegte sich, einzig 100 neue Passagiere verteilten sich über das Wartegebiet! Wir stehen jetzt hinten an – Lektion gelernt, wenn keine Reservation, dann anstehen, egal welchen Zug wir haben.
Alles lief dann doch schlank, separate Plätze im non-stop Shinkansen und BT neben einem älteren japanischen Herrn, und sie erfährt praktisch alles über japanischen Teeanbau, Kultur und sonstige Fragen.
In Nagoya wechselten wir auf einen Dieselbetriebenen „Limited Express“. Wir hatten noch etwas Zeit und ich kaufte Bier, Grüntee und eine Bentobox mit Reis und Häppchen zum Zmittag, wie man das hier so macht.
Dann Abfahrt und ich beobachte den Lokführer, der mit seinen weissen Handschuhen den Zug fährt, wie er periodisch ganz eigenartige Bewegungen macht – er zeigt nach vorne und dann auf den Plan. Ich vermute, das sind Rituale, um nichts im Ablauf zu vergessen.
Dann geht es dem Fluss entlang stetig aufwärts, bis wir nach zwei Stunden, nach einem kleinen Pass, Takayama (600m) in den Nordalpen Japans erreichten. Es war kalt, Schnee liegt vereinzelt herum und zwischendurch gab es Schneegestöber.
Shuttlebus zum Hotel, ein ziemlicher Kasten, das Zimmer ist wieder westlich eingerichtet und wir machten uns auf in die Kleinstadt. Eine Premiere – das erste Mal auf unserer Reise ziehe ich den Faserpelz an!
Das Städtchen ist hübsch mit den älteren Häusern und den Läden mit den Produkten der alten Traditionshandwerke.
Takayama ist auch Hochburg der Hida-Rinder und wir fanden bald unsere Favoritenbeiz ;-). Eine Hida Beef Platte für den privaten Grill. Das Fleisch war absolut genial, schmackhaft und zart und hatte auch seinen Preis.
Zurück im Hotel, macht sich BT bereit für das Onsen, würde ich auch gerne, aber der Blog ruuuft!

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Ein Gedanke zu „24.03.2017, Tag 72, Hankone – Takayama“

  1. Stefan, it is not the Kobe Beef, this is called Hida Beef. I’ve been told it is comparable to the Kobe but the Animals do not drink as much beer as in Kobe. And, hardly to believe, the Kobe Beef is even more expensive!

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